Steinpilz-Wissen
Verwechslungen, die nicht in den Korb gehören
Manche Röhrlinge landen versehentlich als Steinpilz im Korb. Die unten genannten Quellen stufen sie als giftig oder ungenießbar ein. Zum Vergleich: Typische Beschreibungen von Steinpilzen nennen jung weiße, später gelbgrüne Poren und Fleisch, das nicht blau wird.
Wissen für die Pilzbeobachtung. Boletar bestimmt keine Pilze und beurteilt nicht ihre Essbarkeit.
Rubroboletus satanas · Satans-Röhrling
Als giftig eingestuft
Unachtsame Sammler halten den gedrungenen Röhrling für einen Steinpilz. Der Schweizer Artikel berichtet von Koliken, Erbrechen und Durchfall zwei bis drei Stunden nach dem Verzehr, Rouen stuft ihn als giftig ein. Beschrieben werden ein weißlicher bis grauer Hut, jung gelbe, bald rotorange Poren, ein kräftiger gelber Stiel mit rotem Netz oder roter Mittelzone, blauendes Fleisch und ein unangenehmer Geruch. Er wächst im Laubwald auf Kalkboden.
Tylopilus felleus · Gallenröhrling
Als ungenießbar eingestuft: sehr bitter
Der Schweizer Artikel nennt ihn als erste Steinpilz-Verwechslung; am leichtesten täuschen junge, feste Exemplare mit weißen Poren. Er gilt nicht als giftig, ist aber sehr bitter, und laut dem Schweizer Artikel kann ein einziger Pilz eine ganze Steinpilzmahlzeit ungenießbar machen. Beschrieben werden ein grobes, braunes Stielnetz und Poren, die mit der Reife rosa werden. Er wächst oft unter Fichten.
Caloboletus calopus · Schönfuß-Röhrling
Als ungenießbar eingestuft: bitter
Ein ziemlich häufiger Röhrling in Laub- und Nadelwald mit genetztem Stiel. Beide Quellen beschreiben ihn als bitter, Rouen führt ihn als zu verwerfen. Beschrieben werden ein grauweißer bis beigebrauner Hut, gelbe bis olivfarbene Poren, die bei Berührung blauen, und ein zweifarbiger, oben gelber und unten roter Stiel mit Netz.
Caloboletus radicans · Wurzelnder Bitter-Röhrling
Als bitter beschrieben
Der Schweizer Artikel zählt ihn zu den bitteren Röhrlingen, die in Steinpilzkörbe geraten. Er beschreibt ein schmutzig weißer bis beigegrauer Hut, gelbe Poren, blauendes Fleisch, ein gelblicher Stiel und eine zugespitzte, knollige Basis.
Verdorbene Steinpilze
Auch echte Steinpilze können krank machen
Eine richtige Bestimmung ist nicht alles. Das österreichische Gesundheitsportal nennt neben Verwechslungen den Verzehr verdorbener Pilze als Ursache von Pilzvergiftungen: Pilze verderben schnell, zu lange oder falsch gelagerte Pilze können Beschwerden auslösen. Es rät zu Korb oder Stofftasche statt Plastiktüte, und wie das BfR zu frischer Zubereitung.