Steinpilz-Wissen

Europäische Steinpilze

Eine gemeinsame Gruppe, kein einheitliches Aussehen. Vier europäische Arten bilden einen Einstieg in die Literatur, kein Bilderquiz mit vier Lösungen.

Wissen für die Pilzbeobachtung. Boletar bestimmt keine Pilze und beurteilt nicht ihre Essbarkeit.

Was die Forschung zeigt

Kews Überblick nennt vier in Europa heimische Arten, und Beugelsdijk et al. (2008) erkennen dieselben vier an: B. edulis, B. aereus, B. pinophilus und B. reticulatus. Die Studie stützt vier Entwicklungslinien und betont zugleich die Variabilität von B. edulis. Daraus folgt kein verlässlicher Ein-Foto-Test für Laien.

Vier Arten im Literaturvergleich

ArtHutStielnetzBelegte Baumpartner
Boletus edulisGlatt, etwas schmierig anzufühlen; hell- bis dunkelbraun, gelb- oder rotbraunFein, in der oberen Hälfte; selten über die ganze LängeViele Laub- und Nadelbäume: Fichte, Eiche, Birke, Buche, Linde; selten Kiefer
Boletus aereusTrocken, fein filzig; sehr dunkelbraunÜber die ganze Länge des dunkelbraunen StielsEiche, an warmen Standorten auf schwerem, oft etwas kalkhaltigem Boden
Boletus pinophilusDicke, gelatinöse Huthaut; dunkel rotbraunGrob, im oberen Bereich; selten über die ganze LängeFast nur Kiefer, selten Fichte; nährstoffarmer, saurer Sandboden
Boletus reticulatusTrocken, filzig, im Alter oft rissig; mäßig dunkel bis dunkel gelb- oder rotbraunRecht deutlich, über die ganze LängeEiche, an eher trockenen Stellen wie Wegrändern und Parks

Zusammengefasst nach Tabelle 2 bei Beugelsdijk et al. (2008), die der Revision nordwesteuropäischer Funde von Van der Linde (2004) folgt. Jede Art ist variabel, Merkmale überschneiden sich. Die Tabelle führt in die Literatur ein und ist kein Bestimmungsschlüssel: Eine passende Zeile bestimmt keinen Pilz.

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